Von den 2 083 befragten Einrichtungen antworteten 883 (42.4 %). Diese Rücklaufquote ist im Vergleich zu anderen bundesweiten Erhebungen und angesichts des beträchtlichen Aufwands für die befragten Einrichtungen erfreulich hoch. 60 Einrichtungen begründeten ihre Nicht-Teilnahme. Meist wurden hierbei personelle und zeitliche Engpässe genannt, die eine Bearbeitung der Unterlagen nicht zuließen. Teilweise standen diese auch in Zusammenhang mit einer laufenden Umstrukturierung (z. B. neue Einrichtungsleitung) oder der bevorstehenden Schließung der Einrichtung. Tabelle II 2 gibt eine Übersicht der Rücklaufquoten verschiedener Einrichtungstypen.
| N | % | |
| Familienbildungsstätten (n = 174) |
68 | 39.1 |
| Selbsthilfeorientierte Vereine (n = 239) |
82 | 34.3 |
| Erwachsenenbildungsstätten (n = 69) |
19 | 27.5 |
| Koordinationsstellen (n = 109) |
35 | 32.1 |
| Beratungseinrichtungen (n = 1460) |
671 | 46.0 |
| Sonstige Organisationen (n = 32) |
8 | 25.0 |
| Gesamt: | 883 | 42.4 |
Es zeigen sich erwartungsgemäß unterschiedliche Rücklaufquoten für verschiedene
Einrichtungsarten. So ist der Rücklauf bei den Familienbildungsstätten insgesamt relativ
hoch (39.1 %). Dabei fällt besonders der sehr hohe Rücklauf bei Einrichtungen der
evangelischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienbildung auf
(67.4 %). Für Einrichtungen
der katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft ergab sich ein Rücklauf von 41.0 Prozent. Bei den
Mitgliedseinrichtungen der AGEF, die sich aus Familienbildungsstätten und Mütterzentren/
Familienzentren zusammensetzen, lag der Rücklauf bei 26.8 Prozent.
Bei den selbsthilfeorientierten Einrichtungen war der Rücklauf insgesamt geringer. Auch hier war der Unterschied zwischen Mitgliedseinrichtungen verschiedener Verbände recht hoch. So lag der Rücklauf bei Einrichtungen des Deutschen Kinderschutzbundes bei 58.3 Prozent, während aus dem Bundesverband Mütterzentren 31.9 Prozent der Einrichtungen antworteten. Bei den wenig institutionalisierten Vereinen (Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Deutscher Familienverband) waren die Werte noch geringer (13.5 bzw. 21.1 Prozent). Die unterschiedlichen Rücklaufquoten scheinen die unterschiedlichen Organisationsformen widerzuspiegeln. Bei stärker hierarchischen Strukturen und hauptamtlichen Mitarbeitern dürfte es leichter sein, eine Person zu erreichen, die sich für die Befragung verantwortlich fühlt.
Bei den Erwachsenenbildungsstätten, Koordinationsstellen und sonstigen Organisationen lagen die Rücklaufraten insgesamt niedriger. Das kann damit zu tun haben, dass Einrichtungen, für die spezifisch elternbezogene Angebote nur eine untergeordnete Rolle spielen, eine geringere Verpflichtung spürten, sich an der Befragung zu beteiligen.
Die Beratungseinrichtungen, deren Anteil an der Gesamtstichprobe aufgrund der breiten Auswahlkriterien relativ groß ist, zeichnen sich durch eine hohe Rücklaufquote aus (46.0 %). Hierbei ist allerdings zu beachten, dass etwa die Hälfte der Beratungseinrichtungen angab, kein entsprechendes Angebot zu haben und daher den Fragebogen mit relativ wenig Aufwand bearbeiten konnte.
Der Rücklauf aus den 16 Bundesländern war sehr heterogen (vgl. Tabelle II 3). Es ergaben sich Rücklaufquoten zwischen 13.0 Prozent (Bremen) und 56.4 Prozent (Sachsen-Anhalt). Bei den großen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die zusammen knapp 60 Prozent unserer Befragungsstichprobe ausmachten, war der Rücklauf jedoch relativ ähnlich (um 40 Prozent). Der leicht überdurchschnittliche Rücklauf aus Bayern (47.8 Prozent) mag sich in Teilen durch die regionale Nähe zu unserem Institut ergeben, die unter Umständen einen höheren Aufforderungscharakter mit sich bringt.
| Stichprobe | Rücklauf | ||
| N | N | % | |
| Baden-Württemberg | 241 | 105 | 43.6 |
| Bayern | 366 | 174 | 47.8 |
| Berlin | 60 | 23 | 38.3 |
| Brandenburg | 58 | 16 | 27.5 |
| Bremen | 23 | 3 | 13.0 |
| Hamburg | 42 | 15 | 35.7 |
| Hessen | 147 | 64 | 43.5 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 53 | 20 | 37.7 |
| Niedersachsen | 206 | 80 | 38.8 |
| Nordrhein-Westfalen | 434 | 182 | 41.9 |
| Rheinland-Pfalz | 108 | 49 | 45.4 |
| Saarland | 30 | 12 | 40.0 |
| Sachsen | 110 | 58 | 52.7 |
| Sachsen-Anhalt | 55 | 31 | 56.4 |
| Schleswig-Holstein | 87 | 28 | 32.2 |
| Thüringen | 63 | 23 | 36.5 |
| Gesamt | 2083 | 883 | 42.4 |