II Bestandsaufnahme

2 Rücklauf

2.1 Antwortende Einrichtungen

Von den 2 083 befragten Einrichtungen antworteten 883 (42.4 %). Diese Rücklaufquote ist im Vergleich zu anderen bundesweiten Erhebungen und angesichts des beträchtlichen Aufwands für die befragten Einrichtungen erfreulich hoch. 60 Einrichtungen begründeten ihre Nicht-Teilnahme. Meist wurden hierbei personelle und zeitliche Engpässe genannt, die eine Bearbeitung der Unterlagen nicht zuließen. Teilweise standen diese auch in Zusammenhang mit einer laufenden Umstrukturierung (z. B. neue Einrichtungsleitung) oder der bevorstehenden Schließung der Einrichtung. Tabelle II 2 gibt eine Übersicht der Rücklaufquoten verschiedener Einrichtungstypen.

Tabelle II 2: Rücklauf nach Einrichtungsart
  N %
Familienbildungsstätten
(n = 174)
68 39.1
Selbsthilfeorientierte Vereine
(n = 239)
82 34.3
Erwachsenenbildungsstätten
(n = 69)
19 27.5
Koordinationsstellen
(n = 109)
35 32.1
Beratungseinrichtungen
(n = 1460)
671 46.0
Sonstige Organisationen
(n = 32)
8 25.0
Gesamt: 883 42.4

Es zeigen sich erwartungsgemäß unterschiedliche Rücklaufquoten für verschiedene Einrichtungsarten. So ist der Rücklauf bei den Familienbildungsstätten insgesamt relativ hoch (39.1 %). Dabei fällt besonders der sehr hohe Rücklauf bei Einrichtungen der evangelischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienbildung auf
(67.4 %). Für Einrichtungen der katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft ergab sich ein Rücklauf von 41.0 Prozent. Bei den Mitgliedseinrichtungen der AGEF, die sich aus Familienbildungsstätten und Mütterzentren/ Familienzentren zusammensetzen, lag der Rücklauf bei 26.8 Prozent.

Bei den selbsthilfeorientierten Einrichtungen war der Rücklauf insgesamt geringer. Auch hier war der Unterschied zwischen Mitgliedseinrichtungen verschiedener Verbände recht hoch. So lag der Rücklauf bei Einrichtungen des Deutschen Kinderschutzbundes bei 58.3 Prozent, während aus dem Bundesverband Mütterzentren 31.9 Prozent der Einrichtungen antworteten. Bei den wenig institutionalisierten Vereinen (Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Deutscher Familienverband) waren die Werte noch geringer (13.5 bzw. 21.1 Prozent). Die unterschiedlichen Rücklaufquoten scheinen die unterschiedlichen Organisationsformen widerzuspiegeln. Bei stärker hierarchischen Strukturen und hauptamtlichen Mitarbeitern dürfte es leichter sein, eine Person zu erreichen, die sich für die Befragung verantwortlich fühlt.

Bei den Erwachsenenbildungsstätten, Koordinationsstellen und sonstigen Organisationen lagen die Rücklaufraten insgesamt niedriger. Das kann damit zu tun haben, dass Einrichtungen, für die spezifisch elternbezogene Angebote nur eine untergeordnete Rolle spielen, eine geringere Verpflichtung spürten, sich an der Befragung zu beteiligen.

Die Beratungseinrichtungen, deren Anteil an der Gesamtstichprobe aufgrund der breiten Auswahlkriterien relativ groß ist, zeichnen sich durch eine hohe Rücklaufquote aus (46.0 %). Hierbei ist allerdings zu beachten, dass etwa die Hälfte der Beratungseinrichtungen angab, kein entsprechendes Angebot zu haben und daher den Fragebogen mit relativ wenig Aufwand bearbeiten konnte.

Der Rücklauf aus den 16 Bundesländern war sehr heterogen (vgl. Tabelle II 3). Es ergaben sich Rücklaufquoten zwischen 13.0 Prozent (Bremen) und 56.4 Prozent (Sachsen-Anhalt). Bei den großen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die zusammen knapp 60 Prozent unserer Befragungsstichprobe ausmachten, war der Rücklauf jedoch relativ ähnlich (um 40 Prozent). Der leicht überdurchschnittliche Rücklauf aus Bayern (47.8 Prozent) mag sich in Teilen durch die regionale Nähe zu unserem Institut ergeben, die unter Umständen einen höheren Aufforderungscharakter mit sich bringt.

Tabelle II 3: Rücklauf pro Bundesland
  Stichprobe Rücklauf
N N %
Baden-Württemberg 241 105 43.6
Bayern 366 174 47.8
Berlin 60 23 38.3
Brandenburg 58 16 27.5
Bremen 23 3 13.0
Hamburg 42 15 35.7
Hessen 147 64 43.5
Mecklenburg-Vorpommern 53 20 37.7
Niedersachsen 206 80 38.8
Nordrhein-Westfalen 434 182 41.9
Rheinland-Pfalz 108 49 45.4
Saarland 30 12 40.0
Sachsen 110 58 52.7
Sachsen-Anhalt 55 31 56.4
Schleswig-Holstein 87 28 32.2
Thüringen 63 23 36.5
Gesamt 2083 883 42.4
 
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