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Elternberater / Elternberaterin

Elternberater / Elternberaterin Zertifizierungsmaßnahme zur Elternberaterin / zum Elternberater für Kindertagesstätten, Kindergärten, Einrichtungen der Eltern- und Familienbildung, Eltern-Kind-Zentren und Mehrgenerationenhäusern ©

Die Qualifizierungsmaßnahme wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert

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Elternberatung in der familienorientierten Bildung

Tendenziell lässt sich eine Zunahme von jungen Eltern registrieren, die sowohl in ihrer Partner- und Elternrolle als auch in Erziehungsfragen verunsichert sind. Hierzu haben die besonderen Anforderungen der modernen, pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft genauso beigetragen wie die weltweit schwierige Arbeitsmarktlage, die damit verbundene notwendige Flexibilität bei der Wahl des Wohnortes sowie die unselektierte Medienlandschaft.

Eltern wünschen sich häufig Hilfe und Beratung für ihren Erziehungsalltag, die ihnen aber durch die bisherigen Angebote in der Familienbildung, Kindertagesstätten, Kindergärten, Eltern-Kind-Zentren und Mehrgenerationenhäuser nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

Auf Grund dieser Entwicklung entstand ein sozialraumorientiertes, niederschwelliges Bildungs- und Beratungskonzept für die Praxis.

Ziel der Maßnahme ist die Qualifizierung von Fachkräften zum Elternberater. Sie beinhaltet neben der konkreten Wissensvermittlung, das Erlernen praktischer Handlungsumsetzung, die Materialschulung und den Erwerb beratungstechnischer bzw. medialer Kompetenzen.

Im Einklang werden hier Bildungs- und Beratungsmodule kompetent verknüpft. Die Methodik und Didaktik ist zielgruppenorientiert. Regionale Netzwerke und Kontaktpools sind zwingend eingeplant, so dass die Weitervermittlung an Experten gewährleistet ist.

Projektentwicklung

Aus Bedürfnissen der Eltern und dem Anliegen der Fachkräfte ist das Konzept der "ElternberaterIn in der Familienbildung" entwickelt worden. Ziel der Maßnahme ist die bundesweite trägerübergreifende Qualifizierung von Fachkräften in der Familienbildung.

In den 90iger Jahren wurde eine immer stärker werdende Ausdifferenzierung der verschiedenen Institutionen deutlich und die Frage nach der Zuständigkeit einzelner Institutionen war für die Nutzer bzw. Nutzerinnen immer schwerer zu erkennen. Dies zeigte sich auch unter anderem deutlich in der stetigen Zunahme von Bildungs-, Beratungs- und Therapienachfragen, die damit als Ausdruck von Verunsicherungen betrachtet werden können. In der Familienbildung trifft dies in besonderem Maße auf junge Familien mit Kindern in den ersten Lebensjahren zu: in der Tendenz lässt sich eine Zunahme von jungen Eltern registrieren, die nach der Geburt ihres ersten Kindes sowohl in ihrer Partner- und Elternrolle als auch in Erziehungsfragen verunsichert sind. Hierzu haben die besonderen Anforderungen der modernen, pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft genauso beigetragen wie die weltweit schwierige Arbeitsmarktlage, die damit geforderte Flexibilität bei der Wahl des Wohn- und Arbeitsortes, die unselektierte pädagogische Medienlandschaft (vgl. auch Kap. 5.1. und 5.2.)

Eltern wünschen sich häufig niedrigschwellige Hilfen und Begleitung, die ihnen aber durch die bisherigen Angebote im Bereich der Familienbildung nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Der Wunsch nach einer längerfristigen, individuellen Begleitung bzw. Beratung verhindert dabei die Inanspruchnahme der "klassischen" Familienbildungsangebote, insbesondere die der Geburtsvor- und -nachbereitungskurse für die jungen Eltern.

Nicht alle Familien verfügen aber hierfür über ausreichende Kompetenzen und materielle Ressourcen.

Familienbildung zeichnet sich methodisch und didaktisch gerade dadurch aus, dass sie die jungen Eltern durch Angebote anspricht und abholt, die ihrer jeweiligen Lebenssituation entsprechen. Durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen von Fachkräften gilt es die vor allem präventiv ausgerichteten Ansätze auszubauen und zu stützen.

Aufgrund dieser Ausgangslage junger Eltern und deren Bedürfnis bzw. Wunsch nach einer längerfristigen individuellen Begleitung und Beratung war es notwendig, konzeptionelle Veränderungen und Qualitätsstandards in die Ausbildung von Fachkräften im Sinne einer "Elternberatung und Elternbegleitung" einzubauen. Dabei werden an die in der Familienbildung tätigen Fachkräfte vermehrt Ansprüche gestellt, die weit über die Zielsetzung und auch deren Qualifikation hinausgehen.

Zusätzliche Anforderungen, Qualifikationen und individuelle Hilfsmaßnahmen stellen sich beispielsweise im Zusammenhang mit der Begleitung von Familien über die ersten Lebensjahre der Kinder.

Neben der konkreten Wissensvermittlung umfassen die Anforderungen das Erlernen praktischer Handlungsumsetzung, die Materialschulung und den Erwerb beratungstechnischer bzw. medialer Kompetenzen, die die jungen Familien von Anfang an stärken und sie durch gezielte Beratung und individuelle Begleitung auf dem schwierigen Weg während der ersten Lebensjahre stützen sollen. Im Besonderen gilt es hierbei um die Stärkung der Erziehungskompetenz und die Einübung des bewussten medialen Umgangs, die maßgeblich zur Umsetzung einer gewaltfreien Erziehung beitragen.

Darüber hinaus sind Kontakte und Gespräche mit allen relevanten Institutionen und Gremien vorgesehen, um entsprechende kooperative Netzwerkstrukturen zu entwickeln.

Im Einklang werden hier Bildungs- und Beratungsmodule kompetent verknüpft. Die Methodik und Didaktik ist zielgruppenorientiert. Der Aufbau von regionalen Netzwerken und Kontaktpools sind zwingend eingeplant. So sollen Elternberaterinnen und Elternberater neben ihrer pädagogischen und beraterischen Kompetenz über ein Informations- und Kontaktnetzwerk verfügen, welches einen direkten "Zugriff" bzw. die Weitervermittlung an entsprechende Experten ermöglicht.

Die Zertifizierung zur/zum ElternberaterIn umfasst neben der 3 Wöchigen Teilnahme die Vorlage und Präsentation einer Abschlussarbeit.

Das Programm wurde bislang modellhaft in mehreren Bundesländern erfolgreich durchgeführt. Thematisch wurden die einzelnen Ausbildungsmodule entsprechend dem Ausbildungsstand der Teilnehmerinnen modifiziert. In der Weiterentwicklung des Programms sind die Erstellung von Schulungsmaterialien, die Durchführung von Disseminationsveranstaltungen und die Evaluation des Projekts vorgesehen.

Weitere Informationen zur Qualifizierungsmaßnahme (www.bmfsfj.de)

 
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Letztes update: 21.02.2010 | 12:19 | copyright © 2008 BAG | design iT-N.com | Impressum